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Angedacht - Zwischenablage

21. Februar 2020 10:20 von Manuel Bendig | Kategorie: Bayern, NRW, Jugend

Foto: Gerd Altmann - pixabay.com

Gedanken über Selbstverständlichkeiten

Dieser Tage nehmen herausragende Spieler aus der Fußballwelt wieder viel Platz in den Medien ein. Der eine, weil er mit gerade mal 19 Jahren als Ausnahmetalent die Fans mit seiner von Leichtigkeit und Erfolgsdurst geprägten Spielweise begeistert. Der andere, schon sehr erfahrene Spieler, weil jeder kleinste Schubser ihn auf einen Freistoß hoffend, zu schauspielerischen Glanzleistungen verleitet.

Bei solch gegensätzlichen ‚Größen‘ können Menschen, die unser Leben nachhaltig beeinflussen, schon mal in den Hintergrund gedrängt werden.

Mal ehrlich, wer hat schon mal etwas von Larry Tesler gehört? Die Errungenschaft des jüngst verstorben Erfinders hat jeder Mensch, der einen Computer bedient bereits dankbar kennen gelernt und vielfach genutzt.
Tesler hat in den 70er Jahren in Kalifornien mit seinem Software-Code „Copy and Paste“ die Zwischenablage erfunden. Erst einige Jahre später wurde seine geniale Idee in die Computer der Firma mit dem angebissenen Apfel eingebunden. Heute gehört sie weltweit in jedem PC zum Standard.

Von seinem Tod zeugt im Gegensatz zu den Nachrichten über Fallsüchtige und Ausnahmetalente nur eine Randnotiz in der Zeitung.

Dabei fällt mir wieder einmal auf, wie viele Errungenschaften ich tagtäglich nutze, ohne mir Gedanken über ihre Hintergründe, Herkunft oder deren Idee zu machen. Selbstverständlichkeiten fließen eben selbstverständlich in meinen Alltag ein. Kein Mensch kann sich davon frei sprechen, dass der Weg von der Selbstverständlichkeit zur Gedankenlosigkeit nur sehr kurz ist. Beginnend mit der Tatsache, dass jeden Morgen die Sonne aufgeht bis hin, dass der Strom selbstverständlich aus der Steckdose kommt, eine Tastenkombination auf der Tatstatur meines PC einen bestimmten Befehl umsetzt.

Im Leben mit Gott stehen wir durchaus in der gleichen Gefahr! Schuld wird vergeben, Mangel ausgeglichen, Segen gespendet.

Da Gott viel größer, liebevoller, gnädiger und barmherziger ist, als wir  es uns nur im Ansatz vorstellen können, ist es durchaus möglich, dass der Mensch sein handeln als Selbstverständlichkeit empfindet.
Einmal davon ausgehend, dass wohl niemand auf die Idee kommt, Gott als Dienstleister anzusehen, ist diese Selbstverständlichkeit wohl eher ein Produkt unserer Gedankenlosigkeit.

Dieser Lebensart können wir nur entgegenwirken, wenn wir innehalten, das Leben Revue passieren lassen, um die großartige Begleitung Gottes immer wieder wahrzunehmen und ihm dafür unseren Dank, Hochachtung, den gebührenden Respekt und unser Lob zu zollen.

Eine Gesegnete Zeit

Manuel Bendig

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