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Angedacht - Beipackzettel

25. Januar 2019 11:00 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: Manuel Bendig

"Zu Risiken und...!"

Der Besuch der Patientin endete in der Praxis ihres langjährigen Hausarztes wie jedes andere Mal auch. Die Mitarbeiterin überreichte ihr beim Verlassen der Praxis ein Rezept für Medikamente, die ihre Schmerzen lindern, gegen Einschränkungen Abhilfe leisten sollen.

In der Apotheke wies der Pharmazeut pflichtbewusst auf die Vorgaben zur Einnahme und Anwendungen der ausgehändigten Medikamente hin. Lautet der Hinweis der Werbung doch stets: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker!“

Macht sich der medizinische Laie einmal die Mühe, den Beipackzettel, diesen endlos gefalteten, klein bedruckten Bogen Papier, aus der Medikamentenverpackung zu studieren, gelangt er ziemlich schnell an seine Grenzen. Spätestens bei den Nebenwirkungen gibt mancher Betrachter mit dem Wunsch, dass das verordnete Mittel doch bitte einfach nur helfen solle, verwirrt auf.

Im Fokus der Patienten stehen die erhofften Wirkungen, nicht die Risiken und die Vielzahl an möglichen Nebenwirkungen.

Beim Versuch, Gott und seinen Weg mit den Menschen zu verstehen, gehen wir durchaus auch so, wie die Patienten mit ihren Medikamenten vor.

* Wir wissen nur, wie das Medikament heißt - Es geht um Gott.

* Wir haben klare Vorstellungen, wofür oder wogegen das Medikament helfen soll - Gott möge uns bitte so und nicht anders helfen.

* Wir nehmen den Beipackzettel und beginnen bis zu den Punkten zu lesen, die auf die Risiken und Nebenwirkungen hinweisen - Gott als Wunscherfüller ohne ihn als den zu sehen, der er ist GOTT.

* Wir ignorieren die Einnahmevorgaben und nehmen die Medikamente nach eigenen Vorstellungen ein – Gottes Wort wird nur selektives gelesen.

* Wir lehnen die Einnahme des Medikaments ab - Es geht auch ohne Gott.

Gott, seinen Weg mit und für uns ist kein Medikament! Sein Wort ist auch kein Beipackzettel! Es könnte aber sein, dass wir ihn und sein Wort so behandeln, als wäre es so.

Das birgt die Risiken und Nebenwirkungen in sich, dass wir ihn auch weiterhin nicht verstehen, uns von ihm entfernen und notwendige Heilung ausbleibt.

Eine gesegnete Zeit! 

Manuel Bendig

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