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Angedacht - Gutes Neues!

04. Januar 2019 11:00 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: BenWhite, unsplah.com

Gedanken über den Start ins neue Jahr

Im Radio bemühte die Moderatorin am 3. Januar Adolph Freiherr Knigge, den Standardratgeber für gutes Benehmen, mit der Frage, wie lange man sich denn ein gutes neues Jahr wünschen dürfe, bzw. müsse, ohne dass man als unhöflich abgestempelt wird. Die Nachbarn rufen quer über die Straße: „Gutes Neues!“ Die guten Vorsätze gehören bei manchem schon der Vergangenheit an, wie in jedem Jahr.

In meinen Gedanken, Erinnerungen und den abschließenden Arbeiten werde ich mit dem letzten Jahr noch einige Zeit beschäftigt sein.  Gemäß der Wünsche aus meiner    Umgebung soll das Neue gut werden... Wie soll das gehen, wenn das Alte durch seine Präsenz dafür noch keinen Platz freigegeben hat?

Dem US-amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr wird ein Gebet zugeschrieben, dessen erster Teil weltweit seinen festen Platz im täglichen Leben tausender Menschen gefunden hat.

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,

die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern,

die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Den zweiten, eher unbekannteren Teil möchte ich im neuen Jahr nicht von dem ersten trennen, vielmehr beides vereint denken, beten und leben.

„Einen Tag nach dem anderen zu leben, einen Moment nach dem anderen zu genießen.

Entbehrung als einen Weg zum Frieden zu akzeptieren,

sie anzunehmen, wie Jesus es tat: diese sündige Welt, wie sie ist, und nicht, wie ich sie gern hätte,

zu vertrauen, dass Du alles richtig machen wirst, wenn ich mich

Deinem Willen bedingungslos

ausliefere, sodass ich in diesem Leben ziemlich glücklich sein möge und im nächsten Leben für immer überglücklich. Amen.“

Gedanken und Wünsche, die Platz lassen für das, was noch nicht abgeschlossen ist. Bitten, die offen sind für das Wirken Gottes in meinem Leben. Eine hoffnungsvolle Erwartung dessen, was zukünftig ist und schon heute seine Auswirkungen sichtbar zeigt.

So kann sich ein „Gutes Neues!“ nur im Vertrauen auf den, der alles in seinen Händen hält erfüllen. Weil nur so der Blick für Sein Großes Ganzes im Zentrum stehen kann.

Eine gesegnete Zeit

Manuel Bendig

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