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Angedacht - immerdar

31. August 2018 11:30 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: Ben White, unsplash.com

Gedanken über das Reich Gottes

Ab uns zu stolpere ich beim lesen eines Textes, über die vermeintlich falsche Schreibweise von Wörtern. So erging es mir kürzlich bei dem Wort ‚immerdar’, das ich im Psalm 23,6 gefühlt schon 5.000 mal gelesen habe.

Müsste das nicht Immerda heißen? Zumindest habe ich das immer so ausgesprochen, oder doch  nicht? Fällt es mir nur heute (endlich) mal auf?

Wie dem auch sei, ich sehe im Wörterbuch nach und erhalte dort die klare Auskunft, dass es sich um ein veraltetes, u.a in der Poesie benutztes Adverb handelt, das dazu dient, eine Aussage zu verstärken.

Jetzt wird die Bedeutung der Aussage von König David in seinem 23 Psalm klar: „...und ich werde garantiert immer im Hause des Herrn bleiben!“ Hier schlägt David eine Brücke zwischen seiner Vergangenheit über die Gegenwart, hin in die Zukunft!

Während seines Wirkens hat Jesus immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass das Reich Gottes nicht erst in der fernen Zukunft liegt. Wir leben bereits seit seiner Geburt, im Hier und Jetzt, im Reich Gottes.

Wenn Christen in der bewussten Erwartung der Wiederkunft Jesu leben, dann findet dies Leben nicht irgendwann in der Zukunft statt. Seine Auswirkungen erleben wir bereits heute.

Es ist so, wie David es mit dem Bild des Tempels ausdrückte: In dieser Erwartung lebe ich hier und heute schon in seinem Reich. Soll heißen, dass ich tagtäglich in seiner Nähe lebe. So, wie der Tempel seinerzeit das Zeichen der Gegenwart Gottes war, hat Jesus uns den Geist Gottes als Zeichen für seine Nähe gegeben.

Bleibt nur noch meine Willenserklärung, dass ich immerdar in dieser, SEINER Nähe bleiben will.

Mach’s wie David, gib dem Herrn dein Ja, ohne Wenn und Aber!

Eine gesegnete Zeit!

Manuel Bendig

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