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Angedacht - Stille vor Gott

16. Juni 2017 10:45 von Manuel Bendig | Kategorie: Hansa, NIB, BW, NRW, Jugend, MRV

Foto: sassi - Pixelio.de

Von der Begegnung mit Gott

In einem Sprichwort aus Frankreich wird ein Problem unserer Zeit auf den Punkt gebracht: „Wenn du immer nur rennst, wirst du niemandem mehr begegnen, nicht einmal dir selbst. Wenn du das Tiefste in dir ergreifen willst, musst du eine Pause machen können.“

Zugegeben, es war einer solcher Momente der Pause, in dem ich nach Situationen gesuchte habe, in denen ich in meinem Leben nur noch renne. Nach längerem Zögern brach die Erkenntnis durch, dass es da Dinge gibt, die mich stets auf Trab halten. Routinen wie mein zigmaliger  Blick auf die Uhr. Damit verbunden die Bemühung alle Termine so zu koordinieren, dass ich zu allen pünktlich bin. Das ständige Abgleichen des Terminkalenders. Die Hoffnung rechtzeitig fertig zu werden, um noch einkaufen zu können...

Wir hetzten immer am Rande des Möglichen durch unseren Alltag. Wehe, da kommt etwas unerwartetes dazwischen! Die Zeit, die uns tagtäglich wieder aufs Neue zur Verfügung steht, sie rinnt uns wie Sand durch die Hände.

In einem Lied von Carsten Groß ist es der Refrain, der uns beim zur Ruhe kommen Hilfestellung geben kann. „Rede du mein Vater, heute zu mir. Worte der Wahrheit kommen von dir.“

Inne halten, auf Gott hören. Das kann nur dann funktionieren, wenn wir wirklich zuhören. Zuhören, kann nur, wer selbst ruhig wird, der die Routinen des Tages beiseite legt, sich ganz auf Gott konzentriert.

Dabei geht es wie bei der Kommunikation mit unseren Nächsten auch darum, zu versuchen zwischen den Zeilen zu lesen.

In unserer Stillen Zeit mit Gott können wir nur dann auf seine Antworten hören, wenn wir uns ganz auf ihn einlassen. Diese Zeit will nicht als Pflichtveranstaltung, sondern als Auftanken verstanden sein.

Eine gesegnete Zeit!

Manuel

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